Archiv für März 2007


Die Haare & der Mond

6. März 2007 - 14:37 Uhr

Aberglaube oder wissenschaftlich erwiesener Zusammenhang? Wenn es um den richtigen Zeitpunkt zum Haareschneiden geht, schwören viele auf die „passende“ Mondphase. So wächst bei Neumond geschnittenes Haar angeblich schneller nach. Wird das Haar dagegen bei abnehmendem Mond gestutzt, so entwickelt es sich zwar langsamer, dafür aber wird es fülliger.

Astrologisch bewanderte Zeitgenossen raten deshalb dazu, genau auf die einzelnen Mondphasen zu achten. Bei Vollmond gerät der Schnitt dunkler Haare angeblich besonders gut. Ein weiteres Beispiel: Steht der Mond im Krebs, im Skorpion oder in einem Erdzeichen, so ist die Zeit ideal für einen Schnitt. Vorsicht ist bei Mond im Stier geboten – jetzt droht die Haarpracht, rasch struppig zu werden. Und Mond im Steinbock sorgt für graue Haare.

Andere Quellen belegen angeblich, dass bei Vollmond geschnittenes Haar heller wird. Und Löwe- sowie Jungfrauentage sind besonders für Männer-Haarschnitte geeignet.

Doch nicht nur der Schnitt, auch die Behandlung mit Pflegeprodukten soll demnach mondabhängig sein. So kann eine Dauerwelle, die bei zunehmendem Mond gelegt wird, nur ins krause Chaos abrutschen. Und Haare zu färben ist bei zunehmendem Mond günstiger, dann hält die Farbe länger.

Tatsächlich gibt es praktisch keine Belege für einen Einfluss des Mondes auf die Haare. Vielmehr finden sich Gründe für unterschiedliches Wachstum oder Verhalten des Haares vor allem im menschlichen Erbgut, seltener auch in externen Einflüssen wie Ernährung, Stress, Umweltschädigungen oder unzureichender beziehungsweise falscher Pflege.

Die Buchautorin und Mondforscherin Johanna Paungger ist da ganz anderer Meinung und erinnert sich: „In Garten, Feld und Wald war für uns das Wissen vom richtigen Zeitpunkt natürlich die Hilfe schlechthin. Alles im Leben hat seine Zeit. So war es früher selbstverständlich, dass man nur zu bestimmten Zeiten zum Haareschneiden ging. Man wird in Tirol nur sehr wenigen Männern über 75 begegnen, die eine Glatze tragen, weil damals auf den richtigen Zeitpunkt des Schnitts geachtet wurde (Mond im Zeichen Löwe). Wochentags beim ‚schlechten Zeichen’ hatte der Friseur geschlossen, und wenn Löwe auf einen Sonntag fiel, ging man nach der Kirche zum Schneiden – durch den Hintereingang.“

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Der Glatzen-Rechner – So berechnen Sie Ihr Risiko

6. März 2007 - 14:34 Uhr

Meist fällt es einem am frühen Morgen auf: Das Kopfkissen ist mit auffällig vielen Haaren übersät. Ein intensiver Blick in den Spiegel bringt dann meist schnell Gewissheit. Die Zeichen der Zeit gehen auch am eigenen Äußeren nicht vorbei: Die Stirn breitet sich nach oben aus, am Hinterkopf wird das Haupthaar dünner. Bei einigen Männern setzt der Prozess schon mit 20 Jahren ein, bei vielen zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr – nur wenige bleiben ganz vom Haarausfall verschont.

Ist diese Entwicklung erst einmal im Gang, interessiert es fast jeden, wie sich der Haarverlust in den kommenden Jahren entwickelt. Habe ich Glück, und mein Haar wird insgesamt nur etwas dünner? Wachsen die Geheimratsecken weiter in Richtung Kopfmitte? Oder muss ich mir – um es positiv auszudrücken – um das Thema Haarpflege schon in wenigen Jahren keine Gedanken mehr machen. Zur Beantwortung dieser Frage gibt es im Internet ein Programm, das Gewissheit über den Fortgang dieses Prozesses verspricht. Der Glatzenrechner (www.glatzenrechner.de) sagt einem schon heute, wie es in einigen Jahren um die Dichte unseres Haupthaares bestellt ist.

Das Ganze dauert nur wenige Minuten. Man beantwortet zunächst die Frage nach dem Alter. Als Nächstes wird eingegeben, wie viele Haare man täglich verliert. Dazu zählt man die nach dem Aufstehen auf dem Kopfkissen liegenden Haare und addiert die, die nach dem morgendlichen und abendlichen Kämmen im Waschbecken liegen. Als Nächstes fließen Informationen über den Zustand der Kopfhaut – von schuppend bis trocken oder fettend – sowie die Frage nach Stress als beeinflussendem Faktor in die Berechnungen ein. Es folgt anhand vorgegebener Grafiken eine Beschreibung des aktuellen Haarzustandes, bevor die letzte Frage die Entwicklung des Haupthaares bei Vater und Großvater in die Analyse einbezieht. Sind alle sechs Fragen beantwortet, dauert es nur noch Sekunden, bis der Glatzen-Rechner Auskunft darüber gibt, in welchem Alter man mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Glatze bekommen oder Teile seiner Haarpracht verlieren wird. Das Ergebnis ist nach Aussage der Betreiber wissenschaftlich fundiert, soll eine ärztliche Diagnose aber nicht ersetzen. Auch wenn erblicher Haarausfall nicht zu verhindern ist, können nach Aussage der Betreiber der Internetseite doch bestimmte Vorsorgemaßnahmen getroffen werden.

Wer dem Glatzenrechner vertraut, kann sich dann entweder darüber freuen, bis ins hohe Alter über üppig wachsendes Kopfhaar zu verfügen, oder sich schon heute Gedanken über den Umgang mit dem möglicherweise in einigen Jahren kahlen Haupt machen. Wer darauf vertraut, dass die Glatze dann noch mega-in ist und man mit der „Frisur“ voll im Trend liegt, kann der Entwicklung gelassen entgegensehen. Manchem hilft vielleicht der Verweis auf den eigenen Charakterkopf, der ohne Haare erst voll zur Geltung kommt. Andere werden zum künstlichen Haupthaar greifen. Nicht zuletzt bleibt die Möglichkeit, die Umstände einfach zu akzeptieren und sich damit zu trösten, dass persönliche Ausstrahlung nicht nur von der Anzahl der Haare abhängig ist.

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Was muss der Friseur eigentlich koennen?

6. März 2007 - 14:29 Uhr

Früher mag die gängige Formel beim Friseur „wie immer, nur ein wenig kürzer“ gelautet haben. Heute jedoch stellen der Kunde oder die Kundin weit höhere Anforderungen an ihren Coiffeur. Eine umfassende, fachgerechte und freundliche Beratung mit dem Ergebnis einer zum eigenen Typ passenden modischen Frisur ist dabei Mindeststandard. Dass auch die Chemie zwischen dem Kunden und dem Figaro seiner Wahl stimmen muss, versteht sich fast von selbst. Schließlich bestimmt der Handwerker, wie ein Kunde in den kommenden Wochen durchs Leben geht. Es ist also weit mehr als der geübte Umgang mit Kamm und Schere, was einen guten Friseur ausmacht.

Schon in der üblicherweise drei Jahre dauernden Ausbildung werden die Wurzeln für den Erfolg gelegt:

  • Wie empfange und betreue ich den Kunden während seines Aufenthaltes im Friseursalon?
  • Welche Mittel zur Pflege von Haar und Kopfhaut sind gerade in diesem Fall besonders geeignet?
  • Was ist beim Schneiden zu beachten & wie berücksichtige ich den Haaransatz oder die möglicherweise etwas schwierige Wuchsrichtung im Hinblick auf die gewünschte Frisur?
  • Welche Techniken vom Wickeln über das Papillotieren bis zur Dauerwelle stehen mir zur Verfügung und wie wende ich sie an?
  • Wie färbe ich Haare, ohne faschingsartige Ergebnisse zu erzielen?
  • Dies sind nur einige der Themen, mit denen sich Berufsanfänger vertraut machen müssen, um den Kunden nicht zu enttäuschen.
    Damit ist es noch lange nicht genug: Der sichere Umgang mit den zur Verfügung stehenden technischen Geräten, Fragen zur kosmetischen Behandlung der Haut bis hin zur dekorativen Kosmetik, die Pflege von Händen und Nägeln sowie zum Schutz des Kunden und der eigenen Gesundheit erforderliche Maßnahmen sind weitere Gebiete, mit denen sich bereits angehende Friseure auskennen sollten. Die Einbeziehung von Kopf- und Gesichtsform sowie der Beschaffenheit des Haares in die Gestaltung einer Frisur oder das Einarbeiten von Haarersatz, Haarteilen und Haarschmuck gehört zu den schwierigeren, aber nicht minder interessanten Aufgaben, denen sich Friseure täglich stellen müssen.

    Ein guter Friseur kann aber noch mehr. Schon vor dem ersten Scherenschnitt muss er im Gespräch mit dem Kunden eine klare Vorstellung davon entwickeln, wie der Kunde den Salon verlassen möchte. Dazu gehören neben fachlichem Können vor allem ordentliche Portion Menschenkenntnis und Einfühlungsvermögen. Nicht selten ist der Kunde im Nachhinein dankbar, wenn der Friseur ihn von seinen ursprünglichen Vorstellungen abbringt und verhindert, dass der Haarbehandlung ein längerer Aufenthalt in den eigenen vier Wänden folgt.

    Denn: Nicht jedem steht die Frisur von Tina Turner, und nicht von jeder Signalfarbe geht die gewünschte Wirkung aus.

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