Kategorie: Das Haar


Haarbruch: Ursachen und Pflegetipps

28. Januar 2014 - 18:59 Uhr

Für Haarbruch gibt es einen medizinischen Ausdruck - Trichorrhexis nodosa. Er ist nicht zu verwechseln mit Spliss, denn bei Spliss spalten sich die Haarspitzen, die dann im weiteren Verlauf auch brechen können. Bei Haarbruch bricht das Haar mitten in der Länge ab. Sichtbar wird er durch weiße Punkte an den Bruchstellen.

Ursachen von Haarbruch

Haarbruch geht in den allermeisten Fällen auf Haarbehandlungen und Stylings zurück. Das Färben der Haare, ganz gleich ob Färben, Blondieren, Tönen oder Strähnchen färben strapaziert das Haar und schädigt dessen natürliche Struktur. Häufiges Färben kann somit zum Haarbruch führen. Ebenso sind Dauerwellen eine große Strapaze für das Haar. Abhilfe schafft ein Gang zum Friseur, der Färbeprodukte besser auf das Haar abstimmen kann und die Haarschädigungen durch Schneiden beseitigen kann.

Haarspangen und Haargummis können ebenfalls für Haarbruch verantwortlich sein. Die Stelle an der das Haargummi oder die Spange sitzt, kann durch Bewegung aufrauhen. Dadurch wird das Haar an dieser Stelle dünner und bricht.

Häufiges Fönen, das Styling mit dem Lockenstab oder Glätter tut dem Haar ebenfalls auf Dauer nicht gut. Die Hitze trocknet das Haar aus und macht es anfällig für Spliss und Haarbruch.

Pflegetipps bei Haarbruch

Empfehlenswert sind regelmäßige Haarkuren mit Pflegemitteln die Ei-Lecithin enthalten, welches das Haar nährt und den ph-Wert der Kopfhaut reguliert. Lassen Sie das Haar schneiden und tragen Sie gegebenfalls eine kürzere Frisur, wenn ihr Haar zu Haarbruch neigt. Nutzen Sie nur selten Haargummis und wenn, dann achten Sie auf dicke Haargummis, die bestenfalls mit Stoff ummantelt sind.

Wenn Sie es nicht eilig haben, lassen Sie das Haar einfach an der Luft trocknen. Meist hat dies den Vorteil, dass das Haar danach fülliger wirkt als nach dem Fönen. Wenn es dann doch der Fön oder Lockenstab zum Einsatz kommt, sollten Sie Ihr Haar mit einem Hitzeschutzspray vorbehandeln.

Neben Pflegemitteln gegen trockenes und strapaziertes Haar können auch Tabletten zum Einnehmen eine positive Wirkung auf die Haare haben. So beispielsweise Nahrungsergänzungsmittel mit Aminosäuren, B-Vitaminen und Calciumpantothenat. Empfohlen wird eine kurmäßige Anwendung von 3-6 Monaten. Fragen Sie vor einer Anwendung am besten Ihren Arzt oder Apotheker, um Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auszuschließen.

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Das Haar – Wunderwerk der Natur

6. März 2007 - 11:24 Uhr

Im Durchschnitt rund 120 Tage ihres Lebens verbringen Menschen mit der Haarpflege. Waschen, Kämmen und Schneiden sind Standard, Tönen, Wellen und Stylen die Kür. Dabei wissen Viele nicht, dass sie ein wahres Meisterwerk der Natur auf dem Kopf haben.

Rein chemisch handelt es sich um besonders proteinreiche Hornfäden, die sich aus den Elementen Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Wasserstoff und Schwefel zusammensetzen. Zu theoretisch? Kommen wir zu „greifbareren“ Fakten: Etwa 90.000 bis 150.000 Haare hat ein Erwachsener auf dem Kopf, je nach Haarfarbe.

Am gesunden Kopfhaar eines Menschen könnte man demnach etwa sechs Oberklasse-Autos aufhängen

Und obwohl jedes einzelne so dünn ist – 0,05 bis 0,1 Millimeter, das entspricht einem dünnen Blatt Papier – dehnt es sich bis zu 50 Prozent und trägt bis zu 100 Gramm. Am gesunden Kopfhaar eines Menschen könnte man demnach etwa sechs Oberklasse-Autos aufhängen.

Lesen Sie mehr zum Thema Haare und erfahren Sie wie alt die Märchenfigur Rapunzel hätte sein müssen, um Ihren Prinz im Turm in Ihre Arme schließen zu können auf Seite 2

Jedes Haar wächst pro Monat etwa einen Zentimeter. Die Märchenfigur Rapunzel wäre bei einer Haarlänge von zwölf Metern also kein junges Mädchen sondern eine greise Dame von mindestens 100 Jahren gewesen. Und noch etwas spricht gegen die Mär von der haarigen Turmaufstiegshilfe: Nach spätestens sechs Jahren oder ungefähr 70 Zentimetern ist Schluss mit dem Wachstum. Dann nämlich endet die so genannte Anagenphase, das Haar löst sich allmählich aus der Wurzel und wird Richtung Hautoberfläche verschoben.

Jeden Tag verliert der Mensch zwischen 50 bis 100 Haare pro Tag. Dieser Haarverlust ist völlig normal.

Eigentlich ist das Haar zu diesem Zeitpunkt schon tot, da kein Stoffwechsel mehr stattfindet. Dennoch hält es sich noch etwa zwei bis vier Monate, bevor es eines Tages sein Schicksal mit 50 bis 100 anderen teilt: Es fällt aus. Schwacher Trost: Die Phasen der Haarbildung sind in jedem Follikel, der vier Millimeter tiefen Hauteinbuchtung, in der das Haar ruht, unterschiedlich. Dadurch wird der Kopf nicht im Sechsmonatsrhythmus kahl.

Trockene oder fettige Haar? Wieso gibt es braune, schwarze, rote und blonde Haar? Eine segensreiche Einrichtung des Körpers sorgt dabei häufig für Verdruss. An jedem Follikel sitzt eine Talgdrüse, die das Haar fettet und es somit geschmeidig und robust macht. Kommen diese Drüsen aus dem Gleichgewicht, wird das Haar fettig beziehungsweise trocken und spröde. Trocken sieht Haar auch dann aus, wenn es zu wenig Wasser enthält. Ja, auch nach dem Fönen liegt der Flüssigkeitsanteil zwischen 15 und 20 Prozent.

Und die Farbe? Die entsteht durch Mischung zweier Farbpigmente, die ebenfalls in den Follikeln produziert werden. Blondes und rotes Haar enthält vor allem Phaeomelanin, dunkles Haar in erster Linie Eumelanin. Im Alter werden diese Pigmente zunehmend durch winzige Luftbläschen ersetzt – das Haar erscheint grau oder weiß. Wer mit seiner Haarfarbe unzufrieden ist, muss zur Chemie greifen. Dann aber ist es mit 120 Tagen nicht mehr getan.

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