Kategorie: Das Wunder Haare


Rotes Haar – Das Geheimnis der Feuerlocken

6. März 2007 - 14:03 Uhr

Was haben Pumuckl, Pippi Langstrumpf und das Sams gemeinsam? Richtig: Sie sind erdachte Figuren – und sie haben rote Haare. Dabei ist naturrotes Haar selten, nur auf den Köpfen von etwa zwei Prozent der Deutschen schimmert es kupfern. In Schottland und Irland dagegen sind es bis zu zehn Prozent der Einwohner, die rotes Haar haben. Die raren „Feuerlocken“ galten im Mittelalter als Zeichen von Dummheit, Neid und Aggressivität. Nicht wenige rothaarige Frauen wanderten als Hexen an den Pranger.

Rot gehört neben blond zu den beliebtesten Tönungen und Colorationen auf dem deutschen Markt

Heute machen rote Haare interessant. Sängerin Milva oder die Schauspielerinnen Esther Schweins und Andrea Sawatzki tragen ihre „Karottenköpfe“ mit Stolz. Viele wollen so aussehen wie sie: Rot gehört neben blond zu den beliebtesten Tönungen und Colorationen auf dem deutschen Markt.

Verantwortlich für die Haarfarbe sind die so genannten Melanine, die dem wachsenden Haar gewissermaßen an der Wurzel mitgegeben werden. Die Melanin-Spender befinden sich nämlich in den Follikeln, aus denen die Haare sprießen. Dabei kommt es auf die Mischung an. So ist Eumelanin, das Schwarz-Braun-Pigment, für Farbtiefe und dunkle Farbtöne verantwortlich. Das in seiner Struktur feinere Rot-Pigment Phaeomelanin sorgt für blonde und rote Haare. Die unterschiedlichen Schattierungen von Haaren entstehen durch das jeweilige Verhältnis dieser Pigmente, die dem Haar an den Follikeln, in denen die Wurzeln ruhen, mitgegeben werden.

Amerikanische Wissenschaftler behaupten, Rothaarige seien schmerzempfindlicher als Menschen mit anderer Haarfarbe

Und nicht nur die Farbe des Haars wird durch die Melanine beeinflusst: Durch die kleineren Phaeomelanin-Teilchen ist rotes Haar meist dünner und weicher als dunkles Haar. Ob sich das auch auf die Haut auswirkt? Immerhin gelten Rothaarige als dünnhäutig und leicht reizbar. Amerikanische Wissenschaftler behaupten gar, sie seien schmerzempfindlicher als Menschen mit anderer Haarfarbe.

Die Anlage für die rote Haarpracht wird uns übrigens in die Wiege gelegt: Gene bestimmen die Farbe. Britische Molekularmediziner machten das Ginger-Gen als Ursache der Rotschöpfe aus. Die Erbanlage war schon bei den europäischen Urmenschen vorhanden. Und weil vier von zehn Schotten und Iren das Ginger-Gen in sich tragen, findet man auf den britischen Inseln besonders häufig rote Haare.

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Braune Haare – Halb Blond / Halb Schwarz

6. März 2007 - 14:00 Uhr

Sie gelten oft als langweilig, ihre Träger als überwiegend durchschnittlich. Tatsächlich sind braunhaarige Menschen – genetisch gesehen – Mischlinge aus Schwarzhaarigen und Blonden. Dabei vereinen die Brünetten viele positive Eigenschaften der Träger anderer Haarfarben.

Und auch sonst haben es Braunhaarige eigentlich leicht: Gerade durch die Zwischentöne bietet gut gepflegtes braunes Haar eine besondere optische Vielfalt. Glänzendes Haar etwa wirkt hell und freundlich. Bei wechselndem Licht kommen gerade bei dieser Farbe die Schattierungen besonders zur Geltung. Und wer mit „seinem“ Braun gar nicht zufrieden ist, hat die Qual der Wahl: Brünettes Haar kann sowohl einige Stufen Richtung blond aufgehellt, als auch gen schwarz gefärbt werden. Dabei stehen für Nuancierungen zahlreiche Tönungen auf natürlicher Basis – etwa Henna – zur Verfügung, die das Haar besonders schonend färben. Dabei sollte man sich jedoch stets vom Friseur oder Hersteller beraten lassen, um unschöne Überraschungen zu vermeiden.

Übrigens: Während beim naturbraunen Haar Melanine für die dunkle Farbe sorgen, die im Inneren des Haars sitzen, lagern sich beim getönten Haar die Farbstoffe an der Außenwand ab. Folge: Sie werden schneller wieder ausgewaschen. Beim gefärbten Haar dagegen dringen die Farbpartikel ins Haarinnere ein und setzen sich dort fest. Damit ist eine Coloration haltbarer, zerstört jedoch zum Teil die natürlichen Melanine. Dafür sind beim braunen Haar in erster Linie die Eumelanine vorhanden, die für schwarze und braune Farbe sorgen. Für die unterschiedlichen Schattierungen zwischen dunkel-, kastanien- und hellbraun sind die Phaeomelanine verantwortlich, die grundsätzlich gelbe und rote Töne hervorrufen.

Trotzdem: Braunes Haar gilt nicht gerade als schick. In der Datenbank für Songtexte (www.basc.de) bringt „blondes Haar“ immerhin 33 Treffer, beim „schwarzen Haar“ sind es 25, für „rotes Haar“ immerhin noch 13. Schlusslicht sind die „braunen Haare“ mit gerade vier Fundstellen, etwa bei Juliane Werding und Nina Hagen. Zu Unrecht so wenig, wie wir jetzt wissen.

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Schwarzes Haar – Ein Sinnbild fuer Erotik

6. März 2007 - 13:57 Uhr

Sie werden von einer geheimnisvollen Aura umgeben, deshalb haben Männer großen Respekt vor ihnen: schwarzhaarige Frauen. Nicht selten sind sie melancholisch und von Selbstzweifeln geplagt, oft geht ihr südländisches Temperament mit ihnen durch. Ob nun wissenschaftlich belegt oder vom Volksmund behauptet –schwarzhaarige Frauen üben auf viele Männer eine große erotische Anziehungskraft aus. Schon in der Antike brachte die dunkelhaarige Schönheit Cleopatra römische Feldherrn um den Verstand. Heute sind es Frauen wie Iris Berben, die in jeder Umfrage unter deutschen Männern nach den Frauen mit der größten Ausstrahlung auf einem Spitzenplatz landen. Und auch nicht ganz so charakterfeste Ladies wie Denver-Biest Joan Collins schaffen es, Männer in ihren Bann zu ziehen. Doch nicht nur Männer lassen sich vom rassigen südländischen Typ betören.

Auch für viele Frauen gilt: Lieber ein Latin Lover als ein kühler Blonder.

Auch für viele Frauen gilt: Lieber ein Latin Lover als ein kühler Blonder. Denn oft sind es die italienischen, spanischen oder argentinischen Fußball- oder Showbusinessgrößen, die die Herzen junger und reiferer Mädchen höher schlagen lassen. Vater und Sohn Iglesias sind ein lebendiges Beispiel für die generationenübergreifende Faszination, die südländisches Äußeres und Temperament auf Frauen ausübt. Nach einer Umfrage des Männermagazins Playboy ist Blond sowohl bei Männern als auch bei Frauen die Farbe mit dem meisten Sex-Appeal. Schon an zweiter Stelle folgt bei Männern mit 24 Prozent und bei Frauen mit 23 Prozent der „dunkle Typ“.

Dahinter stehen letztlich vergleichsweise simple biochemische Prozesse, die dafür ausschlaggebend sind, auf wen wir zumindest aufgrund unserer Haarfarbe mehr oder weniger ansprechend wirken. Schon bei unserer Geburt steht fest, ob wir später mal zu den Blonden, den Brünetten, den Rot- oder den Schwarzhaarigen gehören, die Gene geben es uns mit auf den Weg. Lediglich zwei Farbstoffe, die Pigmente, bestimmen die Haarfarbe. Diese Pigmente werden in bestimmten Zellen, den so genannten Melanozyten, aus körpereigenen Aminosäuren gebildet. Eumelanin, das Schwarz-Braun-Pigment und Phaeomelanin, das Rot-Pigment, lagern sich während der Wachstumsphase in unserem Haar ein, ihr Mischungsverhältnis bestimmt schließlich die Farbe. Das Eumelanin ist dabei für die Farbtiefe des Haars entscheidend. Unter dem Mikroskop sind diese Pigmente deutlich als Körnchen zu erkennen. Phaeomelanin ist in seiner Struktur erheblich feiner. In schwarzem Haar wird viel Eumelanin und wenig Phaeomelanin eingelagert. Bei blondem und rotem Haar ist es umgekehrt.

Die Kombination aus dunkler Haut und schwarzen Haaren hat einen praktischen Vorteil: Dunkle Haut ist im Sommer weniger empfindlich und setzt Sonneneinstrahlung schnell in einen für viele attraktiv wirkenden braunen Teint um. Dafür müssen Schwarzhaarige auch ein gravierendes Handicap gegenüber Menschen mit hellen Haaren in Kauf nehmen. Sie werden zwar nicht früher grau – bei ihnen fällt es aufgrund des Farbkontrastes aber eher auf. Dann hilft nur der Gang zum Friseur oder der Griff zur farberhaltenden Unterstützung der haarkosmetischen Industrie.

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