Kategorie: Blonde Haare


Blondes Haar – Jeder 7. Blondschopf ist nicht ECHT

5. März 2007 - 15:42 Uhr

Da passt doch was nicht zusammen: Fast 70 Prozent aller Männer geben an, ihre Traumfrau sei blond. Aber nicht einmal jede zehnte Frau hat naturblonde Haare. Kein Wunder jedenfalls, dass Blondierungen einen Spitzenplatz unter den Haarpflegemitteln einnehmen. Allein in Deutschland gehen jährlich Produkte im Wert von rund 40 Millionen Euro über die Ladentische. Ernüchternde Erkenntnis: Unter 100 Blondschöpfen ist nicht einmal jeder siebte echt.

Warum singt Udo Jürgens nicht „17 Jahr’, braunes Haar …“?

Was aber macht den Mythos der Blondine aus? Warum gelten Frauen wie Marilyn Monroe – eigentlich brünett –, Britney Spears oder die mal mehr, mal weniger hellhaarige Madonna als attraktiv und anziehend? Warum singt Udo Jürgens nicht „17 Jahr’, braunes Haar …“? Wichtigster Grund: Blondes Haar gilt als Zeichen der Jugend, der Unschuld und Vitalität (und damit unbewusst als Zeichen der Fruchtbarkeit). Die meisten Blondschöpfe finden sich bei Kindern. In der Pubertät ist es allerdings für Viele Schluss mit dem strohblonden Haar: Bei etwa 15 Prozent dunkeln die Haare nach. Selbst wer sein blondes Haar behält, muss als Erwachsener „dunkelblond“ im Pass angeben.

Für die blonde Farbe sorgen die so genannten Melanozyten, sie befinden sich an den Haarwurzeln und produzieren Farbpigmentstoffe, die dem wachsenden Haar gewissermaßen „mitgegeben“ werden. Dabei ist das Phaeomelanin für die blonde Farbe verantwortlich. Die Pigmente setzen sich in den einzelnen Hornzellen des Haars fest und verleihen ihm seine typische Tönung.

Blondköpfe verfügen über die stolze Zahl von etwa 150.000 Haaren

Während etwa schwarzes Haar meist dichter und in der Struktur fester ist, ist die blonde Pracht fein. Daher freuen sich Blondköpfe über die stolze Zahl von etwa 150.000 Haaren – bei Schwarzhaarigen sind es „nur“ etwa 90.000.

Mehr Haare sind auch mit chemischen Mitteln nicht zu erzielen. Ein schönes Blond allerdings ist möglich. Klassiker sind dabei immer noch Produkte auf Basis von Wasserstoffperoxid. Die Verbindung aus Wasser- und Sauerstoff öffnet die natürliche Schuppenschicht des Haares und bleicht die vorhandenen Pigmente aus. Je nach Einwirkzeit werden die Haare dabei zunächst rot und wechseln dann über orange zu gelb. Dieses Bleichen macht ein Aufhellen des Haars um bis zu sieben Nuancen möglich. Gebleichte Haare müssen allerdings besonders gut gepflegt werden: Häufiges Blondieren greift die Haare an. Colorationen oder Intensivtönungen sind jedoch keine echte Alternativen, da sie die Haare meist nur leicht aufhellen können.

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