Kategorie: Braune Haare


Braune Haare – Halb Blond / Halb Schwarz

6. März 2007 - 14:00 Uhr

Sie gelten oft als langweilig, ihre Träger als überwiegend durchschnittlich. Tatsächlich sind braunhaarige Menschen – genetisch gesehen – Mischlinge aus Schwarzhaarigen und Blonden. Dabei vereinen die Brünetten viele positive Eigenschaften der Träger anderer Haarfarben.

Und auch sonst haben es Braunhaarige eigentlich leicht: Gerade durch die Zwischentöne bietet gut gepflegtes braunes Haar eine besondere optische Vielfalt. Glänzendes Haar etwa wirkt hell und freundlich. Bei wechselndem Licht kommen gerade bei dieser Farbe die Schattierungen besonders zur Geltung. Und wer mit „seinem“ Braun gar nicht zufrieden ist, hat die Qual der Wahl: Brünettes Haar kann sowohl einige Stufen Richtung blond aufgehellt, als auch gen schwarz gefärbt werden. Dabei stehen für Nuancierungen zahlreiche Tönungen auf natürlicher Basis – etwa Henna – zur Verfügung, die das Haar besonders schonend färben. Dabei sollte man sich jedoch stets vom Friseur oder Hersteller beraten lassen, um unschöne Überraschungen zu vermeiden.

Übrigens: Während beim naturbraunen Haar Melanine für die dunkle Farbe sorgen, die im Inneren des Haars sitzen, lagern sich beim getönten Haar die Farbstoffe an der Außenwand ab. Folge: Sie werden schneller wieder ausgewaschen. Beim gefärbten Haar dagegen dringen die Farbpartikel ins Haarinnere ein und setzen sich dort fest. Damit ist eine Coloration haltbarer, zerstört jedoch zum Teil die natürlichen Melanine. Dafür sind beim braunen Haar in erster Linie die Eumelanine vorhanden, die für schwarze und braune Farbe sorgen. Für die unterschiedlichen Schattierungen zwischen dunkel-, kastanien- und hellbraun sind die Phaeomelanine verantwortlich, die grundsätzlich gelbe und rote Töne hervorrufen.

Trotzdem: Braunes Haar gilt nicht gerade als schick. In der Datenbank für Songtexte (www.basc.de) bringt „blondes Haar“ immerhin 33 Treffer, beim „schwarzen Haar“ sind es 25, für „rotes Haar“ immerhin noch 13. Schlusslicht sind die „braunen Haare“ mit gerade vier Fundstellen, etwa bei Juliane Werding und Nina Hagen. Zu Unrecht so wenig, wie wir jetzt wissen.

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