Kategorie: Parasiten


Parasiten – Was tun?

6. März 2007 - 14:16 Uhr

Es passiert immer wieder: Die Sommerferien sind gerade vorüber, die Kinder gehen zum ersten Mal wieder in den Kindergarten oder in die Schule – und klagen über Juckreiz. Der Grund: Kopfläuse. Im August und September haben die kleinen Blutsauger Hochsaison und verbreiten sich beim Spielen unter Kindern rasend schnell.

Wer in den eigenen oder den Haaren seiner Kinder kleine weiße Kügelchen entdeckt, muss handeln. Denn wahrscheinlich handelt es sich um Läuseeier. Rund 280 Stück legt jedes Weibchen innerhalb ihres wenige Wochen währenden Lebens, innerhalb von sieben Tagen schlüpft eine neue Generation. Die Parasiten sind dabei nicht nur unangenehm, sie können auch die von Zecken bekannte Borreliose übertragen, die gerade für Kinder sehr gefährlich ist.

Erster Schritt: Nehmen Sie eine Lupe und einen Läusekamm (gibt es im Fachhandel und Apotheken) und kämmen Sie das Haar in dünnen Strähnen durch. Achten Sie dabei auf die perlenschnurartig an den Haaren aufgereihten Läuseeier, die so genannten Nissen. Am liebsten legen die Minivampire diese hautnah an die Schläfen, hinter die Ohren oder in den Nacken.

Zweiter Schritt: Waschen Sie das Haar mit einem Spezialshampoo, das Sie ebenfalls in Apotheken oder dem spezialisierten Handel erhalten. Experten raten, diesen Vorgang innerhalb von zehn Tagen noch zweimal zu wiederholen. Zur Auswahl stehen chemische Mittel und seit einiger Zeit auch Produkte auf pflanzlicher Basis.

Dritter Schritt: Klären Sie, woher der Läusebefall stammen kann. Die beste Behandlung nützt nichts, wenn das Kind sich bei Spielkameraden immer wieder aufs Neue „infiziert“.

Vierter Schritt: Waschen Sie Bekleidung, Bettwäsche und Handtücher und reinigen Sie Kamm oder Bürste. Zwar sind Kopfläuse abseits ihres Wirtes kaum lebensfähig. Mit gründlicher Hygiene gehen Sie jedoch auf Nummer sicher.

Dass übrigens der Befall mit Kopfläusen sich in den vergangenen zehn Jahren fast verdoppelt hat, liegt nicht an mangelnder Sauberkeit. Vielmehr werden die kleinen Insekten zunehmend resistent gegen die bekannten Mittel.

Aus dem Fell ins Haar – das geht bei Flöhen ganz schnell. Wenn Kinder mit Hund oder Katze kuscheln, hüpfen die sprunggewaltigen Biester rasch über. Hier hilft am ehesten Vorbeugung. So empfiehlt sich für die vierbeinigen Hausfreunde ein spezielles Ungezieferhalsband oder ein Mittel, dass sich über die Haut verteilt. Zudem sollten Korb und Decke von Bello und Mieze täglich gründlich gesaugt und regelmäßig heiß gewaschen werden.

Flöhe können bis zu 50 cm weit springen

Wenn nämlich Flöhe sich erst einmal auf dem Menschen niedergelassen haben, wird es aufwändig. Die Insekten, die bis zu 50 Zentimeter weit springen können, bleiben nämlich nicht im Haar, sondern suchen auch andere Körperteile heim. Typisch für Flöhe sind die Stiche, die oft zu dritt oder viert in einer Reihe sitzen. Nun müssen die komplette Kleidung und die Bettwäsche heiß gewaschen werden. Sind die Flöhe schon bis ins Bett vorgedrungen, hilft nur noch der Einsatz eines Insektizids, um den Schädlingen in der Matraze den Garaus zu machen. Im schlimmsten Fall sollten Sie ein Raumspray einsetzen, dass sowohl die Flöhe als auch ihre Larven tötet. Danach müssen Sie gründlich saugen und lüften.

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