Kategorie: Kurioses


Kurioses rund ums Haar

6. März 2007 - 14:40 Uhr

Nach sechs, spätestens sieben Jahren ist normalerweise Schluss mit dem Haarwachstum. Normalerweise, denn: Immer wieder überbieten sich Menschen damit, den längsten Schopf der Welt vorzuweisen.

So kam Skuldfried Sjorgien in den 20er Jahren auf eine Länge von über drei Metern. Die Gütersloherin Irmgard Symanzik besuchte 27 Jahre lang keinen Friseur – und gab dann ihren Zweimeterschopf aus Zeitgründen auf – allein das Kämmen dauerte mehr als eine Stunde.

Auf einen Schopf von über drei Metern brachte es auch Georgia Sebrantke. Die gebürtige Griechin war nur halb so groß, wie ihre Haare lang waren. Sieben Jahre lang war Diane Witt aus Massachusetts das „moderne Rapunzel“. Ihre drei Meter lange, rotblonde Mähne verhalf ihr zum Spitzenplatz im Guinness-Buch der Superlative. Das Waschen dauert bei ihr einen ganzen Tag.

Bei den Männern war lange der in Thailand lebende Vietnamese Hoo Sateow, der 1997 üppige 5,15 Meter vorweisen konnte. Ihn löste der ebenfalls in Thailand beheimatete vietnamesische Wunderheiler Tran Van Hay ab, der es auf stolze 6,20 Meter bringt, nachdem er seit über 30 Jahren nicht mehr zum Schneiden war.

Da können wir froh sein, dass wir „nur“ etwa 90.000 bis 150.000 Haare auf dem Kopf haben. Möglich wären viel mehr: Mit rund fünf Millionen Haarfollikeln auf dem ganzen Körper könnten wir Schimpansen Konkurrenz machen.

Dass uns unsere Haare lieb und teuer sind, sieht man schon bei einem Gang durch diverse Innenstädte – immerhin finden sich dort in aller Regel zahlreiche Friseursalons. Nicht alle aber sind so teuer, wie der Anbieter des weltweit wohl kostspieligsten Haarschnitts überhaupt. Orlando Pita, der schon Hand an die Köpfe von Supermodel Naomi Campell, Julia Roberts oder Madonna gelegt hat, kassiert für eine 80minütige Behandlung 800 Dollar (rund 615 Euro). Da wundert es nicht, dass Fans sich die Haare ihrer Idole etwas kosten lassen. So ersteigerte ein Geschäftsmann aus Hongkong ein einzelnes Haar seines Idols John Lennon für 3460 Euro. Sein Limit hatte sogar bei 10.000 Euro gelegen.

Auf ganz andere Weise verdienen die Brüder Horst und Walter Gföllner ihr Geld: Sie schneiden Haare. Und das mit Leidenschaft – so bearbeiteten sie innerhalb von gut 81 Stunden 136 Köpfe und holten sich so den Weltrekord im Dauerschnitt. Gleich 342 Stunden war der Brite Gerry Strupple im Einsatz, der ohne Unterbrechung schnitt, legte und frisierte.

Noch kurioser ist ein – zugegeben antiquiertes Gesetz – aus Michigan, USA. In dem Bundesstaat ist das Haar einer Ehefrau rechtmäßiges Eigentum ihres Mannes.

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Die Haare & der Mond

6. März 2007 - 14:37 Uhr

Aberglaube oder wissenschaftlich erwiesener Zusammenhang? Wenn es um den richtigen Zeitpunkt zum Haareschneiden geht, schwören viele auf die „passende“ Mondphase. So wächst bei Neumond geschnittenes Haar angeblich schneller nach. Wird das Haar dagegen bei abnehmendem Mond gestutzt, so entwickelt es sich zwar langsamer, dafür aber wird es fülliger.

Astrologisch bewanderte Zeitgenossen raten deshalb dazu, genau auf die einzelnen Mondphasen zu achten. Bei Vollmond gerät der Schnitt dunkler Haare angeblich besonders gut. Ein weiteres Beispiel: Steht der Mond im Krebs, im Skorpion oder in einem Erdzeichen, so ist die Zeit ideal für einen Schnitt. Vorsicht ist bei Mond im Stier geboten – jetzt droht die Haarpracht, rasch struppig zu werden. Und Mond im Steinbock sorgt für graue Haare.

Andere Quellen belegen angeblich, dass bei Vollmond geschnittenes Haar heller wird. Und Löwe- sowie Jungfrauentage sind besonders für Männer-Haarschnitte geeignet.

Doch nicht nur der Schnitt, auch die Behandlung mit Pflegeprodukten soll demnach mondabhängig sein. So kann eine Dauerwelle, die bei zunehmendem Mond gelegt wird, nur ins krause Chaos abrutschen. Und Haare zu färben ist bei zunehmendem Mond günstiger, dann hält die Farbe länger.

Tatsächlich gibt es praktisch keine Belege für einen Einfluss des Mondes auf die Haare. Vielmehr finden sich Gründe für unterschiedliches Wachstum oder Verhalten des Haares vor allem im menschlichen Erbgut, seltener auch in externen Einflüssen wie Ernährung, Stress, Umweltschädigungen oder unzureichender beziehungsweise falscher Pflege.

Die Buchautorin und Mondforscherin Johanna Paungger ist da ganz anderer Meinung und erinnert sich: „In Garten, Feld und Wald war für uns das Wissen vom richtigen Zeitpunkt natürlich die Hilfe schlechthin. Alles im Leben hat seine Zeit. So war es früher selbstverständlich, dass man nur zu bestimmten Zeiten zum Haareschneiden ging. Man wird in Tirol nur sehr wenigen Männern über 75 begegnen, die eine Glatze tragen, weil damals auf den richtigen Zeitpunkt des Schnitts geachtet wurde (Mond im Zeichen Löwe). Wochentags beim ‚schlechten Zeichen’ hatte der Friseur geschlossen, und wenn Löwe auf einen Sonntag fiel, ging man nach der Kirche zum Schneiden – durch den Hintereingang.“

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Der Glatzen-Rechner – So berechnen Sie Ihr Risiko

6. März 2007 - 14:34 Uhr

Meist fällt es einem am frühen Morgen auf: Das Kopfkissen ist mit auffällig vielen Haaren übersät. Ein intensiver Blick in den Spiegel bringt dann meist schnell Gewissheit. Die Zeichen der Zeit gehen auch am eigenen Äußeren nicht vorbei: Die Stirn breitet sich nach oben aus, am Hinterkopf wird das Haupthaar dünner. Bei einigen Männern setzt der Prozess schon mit 20 Jahren ein, bei vielen zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr – nur wenige bleiben ganz vom Haarausfall verschont.

Ist diese Entwicklung erst einmal im Gang, interessiert es fast jeden, wie sich der Haarverlust in den kommenden Jahren entwickelt. Habe ich Glück, und mein Haar wird insgesamt nur etwas dünner? Wachsen die Geheimratsecken weiter in Richtung Kopfmitte? Oder muss ich mir – um es positiv auszudrücken – um das Thema Haarpflege schon in wenigen Jahren keine Gedanken mehr machen. Zur Beantwortung dieser Frage gibt es im Internet ein Programm, das Gewissheit über den Fortgang dieses Prozesses verspricht. Der Glatzenrechner (www.glatzenrechner.de) sagt einem schon heute, wie es in einigen Jahren um die Dichte unseres Haupthaares bestellt ist.

Das Ganze dauert nur wenige Minuten. Man beantwortet zunächst die Frage nach dem Alter. Als Nächstes wird eingegeben, wie viele Haare man täglich verliert. Dazu zählt man die nach dem Aufstehen auf dem Kopfkissen liegenden Haare und addiert die, die nach dem morgendlichen und abendlichen Kämmen im Waschbecken liegen. Als Nächstes fließen Informationen über den Zustand der Kopfhaut – von schuppend bis trocken oder fettend – sowie die Frage nach Stress als beeinflussendem Faktor in die Berechnungen ein. Es folgt anhand vorgegebener Grafiken eine Beschreibung des aktuellen Haarzustandes, bevor die letzte Frage die Entwicklung des Haupthaares bei Vater und Großvater in die Analyse einbezieht. Sind alle sechs Fragen beantwortet, dauert es nur noch Sekunden, bis der Glatzen-Rechner Auskunft darüber gibt, in welchem Alter man mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Glatze bekommen oder Teile seiner Haarpracht verlieren wird. Das Ergebnis ist nach Aussage der Betreiber wissenschaftlich fundiert, soll eine ärztliche Diagnose aber nicht ersetzen. Auch wenn erblicher Haarausfall nicht zu verhindern ist, können nach Aussage der Betreiber der Internetseite doch bestimmte Vorsorgemaßnahmen getroffen werden.

Wer dem Glatzenrechner vertraut, kann sich dann entweder darüber freuen, bis ins hohe Alter über üppig wachsendes Kopfhaar zu verfügen, oder sich schon heute Gedanken über den Umgang mit dem möglicherweise in einigen Jahren kahlen Haupt machen. Wer darauf vertraut, dass die Glatze dann noch mega-in ist und man mit der „Frisur“ voll im Trend liegt, kann der Entwicklung gelassen entgegensehen. Manchem hilft vielleicht der Verweis auf den eigenen Charakterkopf, der ohne Haare erst voll zur Geltung kommt. Andere werden zum künstlichen Haupthaar greifen. Nicht zuletzt bleibt die Möglichkeit, die Umstände einfach zu akzeptieren und sich damit zu trösten, dass persönliche Ausstrahlung nicht nur von der Anzahl der Haare abhängig ist.

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