Im Durchschnitt verbringen die Menschen rund 120 Tage ihres Lebens mit der Pflege von Haaren und Kopfhaut. Der Standard sind Waschen, Kämmen und Schneiden. Tönen, Färben, Wellen und Stylen - das ist die Kür. Dabei wissen viele nicht, dass sie ein wahres Meisterwerk der Natur auf dem Kopf haben. Bei Haarpflegetipps erhalten Sie Informationen Rund um das Thema Haare und Kopfhaut, sowie Tipps für Ihre Haarpflege und Haarkosmetik.
Kopfhaut-Informationen
„Eine gesunde Kopfhaut ist die Basis für schönes Haar!“ Der das sagt, muss es wissen: Franck Provost ist französischer Coiffeur der Spitzenklasse und besonders bei prominenten Kunden – Lady Di ließ sich bei ihm die Haare stylen – beliebt.
Tatsächlich ist es wie beim Rasen: Auf ausgelaugtem oder krankem Boden wächst kein guter Halm. Ist der Boden – oder in unserem Fall die Haut – gesund, hat das Haar festen Halt und wird optimal mit Fett versorgt.
Normalerweise erneuern sich die Zellen der Haut alle vier Wochen. Die alten Hornschüppchen werden abgestoßen und verschwinden beim Waschen, bei Bewegung oder Luftzug aus dem Haar. In der Kopfhaut befinden sich die Follikel, winzige Hautbeutel, in denen die Haarwurzeln sitzen. Jedes Haar wird durch eine Talgdrüse an der Wurzel „geschmiert“.
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Drei Hauptprobleme treten dann auf, wenn das Gleichgewicht dieser haarigen Evolution gestört ist.
Das kleinste Übel: Die Kopfhaut ist überstrapaziert, etwa durch Heizungsluft. Ursache können jedoch auch innere Erkrankungen, Nebenwirkungen von Medikamenten, falsche Pflegemittel oder Stress sein. In diesem Fall sind die abgestoßenen Schuppen meist trocken und werden – in Verbünden von mehr als 500 Zellen – sichtbar. Der Kopfhaut fehlt dabei meist Feuchtigkeit, der Fettstoffwechsel gerät aus dem Tritt. Meist bekommt man dieses Problem mithilfe eines speziellen Shampoos oder anderer Pflegeprodukte rasch in den Griff.
Schwieriger ist der Umgang mit fettiger Kopfhaut. Dabei sind seltener äußere Einflüsse die Ursache. Vielmehr liegt der Grund in hormonellen Störungen. Die sorgen dafür, dass die Talgdrüsen zu viel Fett produzieren. Als Folge verhornen die Hautzellen rascher, um die Haut zu schützen. Die entstehenden Zellhaufen fallen wiederum als Schuppen aus.
Eine schuppige Kopfhaut bietet nämlich optimalen Nährboden für Bakterien oder Pilze.
Besonders unangenehm: Durch das bis zu zehnfach beschleunigte Zellwachstum ist die Kopfhaut gereizt und juckt häufig. Sichtbar wird diese Störung durch fettglänzendes Haar und recht große, oft leicht gelbliche Schuppen. Zwar können auch hier Pflegeprodukte helfen; halten die Probleme jedoch an, sollte man einen Hautarzt aufsuchen. Eine schuppige Kopfhaut bietet nämlich optimalen Nährboden für Bakterien oder Pilze.
Wichtig: Wer unter öligen oder fettigen Schuppen leidet, muss sehr auf Sauberkeit bedacht sein. Die Krankheitserreger aus den Hornzellenbündeln können zu Entzündungen und Ekzemen etwa im Gesicht führen. Außerdem sollte man Kamm oder Bürste täglich heiß auswaschen und starke Sonneneinstrahlung vermeiden. Linderung verschafft auch die Aufnahme von Vitamin A, das etwa in Milch, Butter oder Seefisch vorkommt – es muss ja nicht gerade Lebertran sein.
Kategorie: Die Kopfhaut